Dandy-Style: Das sind die Basics

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Wer Dandy Style hört, der denkt vielleicht an eitle Männer, die nichts anderes zu tun haben, außer sich mit Mode zu beschäftigen. Doch hinter dem Dandy Style steckt einiges mehr, als man zunächst vermuten mag. Vielmehr soll der nachfolgende Artikel einen kleinen Einblick in den Dandy Style gewähren und zeigen, wie der moderne Mann von heute sich gut kleiden kann, ohne lächerlich oder übertrieben zu wirken.

Was man genau unter dem Dandy Style versteht

Der Dandy Style geht- wie der Name vermuten lässt, auf eine modische Entwicklung in England im 18. Jahrhundert zurück. Dandy bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „super, prima oder großartig“, gemeint ist damit ein Gentleman, der sehr viel Zeit und Aufwand in sein tägliches Outfit steckt. Der Dandyismus war eine Art modische Revolution in England, da englische Männer sich nicht mehr dem bis dato geltenden französischen Kleidungsstil unterwerfen wollten. Stattdessen wurde nach eigenen Ansätzen und Kleidungsstilen gesucht. Ein Mann ist dabei besonders hervorzuheben: George Bryan „beau“ Brummel. Er entwarf den ersten figurbetonten Anzug für Männer. Hier stand die Schlichtheit im Kontrast zur französischen, prunkvollen Mode, dafür wurden die Stoffe aber qualitativ hochwertig ausgesucht und verarbeitet. Nach und nach folgten immer mehr Männer dem Beispiel von Brummel. Aus dieser Zeit stammt auch folgendes Zitat: „Der Dandy kleidet sich nicht, um zu leben, sondern er lebt, um sich zu kleiden“.

Das macht den Dandy Style heute aus

Besonders früher wurde auf körpernahe Anzüge, Westen aus Samt oder Brokat gesetzt. Schicke Accessoires wie Seidenschals, Fliegen, Zylinder, Gehstöcke und Manschettenknöpfe waren gewissermaßen die „Wahrzeichen“ des Dandy Styles. Die Manieren eines Gentlemans und eine perfekt sitzende Frisur waren ebenso Pflicht. Fakt ist: schon früher musste Man(n) sich also trauen, den Dandy Style zu „leben“ und dafür das nötige Selbstbewusstsein (und Geld) mitbringen. Heute interpretiert sich der Dandy Style ähnlich: statt schnelllebiger und wechselnder Modetrends setzt der Dandy Style auf bewusste und vor allem hochwertige Kleidung. Ob nun rahmengenähte Schuhe aus echtem Leder, seidene Einstecktücher, silberne Manschettenknöpfe- jedes dieser Details muss vor allem hochwertig sein. Mit billiger Ware gibt sich ein echter Dandy nicht zufrieden. Allerdings wird der Style heutzutage ein bisschen legerer kombiniert- aber keineswegs „von der Stange“.

Inspiration aus Italien

Möchte man sich näher mit dem Dandytum beschäftigen, kommt Man(n) um die Modemesse „Pitti Uomo“ nicht herum. Sie findet regelmäßig in Florenz, Italien statt und stellt die Dandykleidung vor. Besonders im Sommer sind luftige Leinenanzüge besonders gefragt, ob nun in pink oder lila- erlaubt ist nahezu alles. Kombiniert werden diese Anzüge häufig mit einem dazu passenden Seidenschal. Ebenso denkbar sind bis zu den Knöcheln aufgerollte Jeanshosen, Hosenträger, Edelsneakers oder Loafers aus Leder. Wer mehr Inspiration benötigt, der ist etwa bei Hackett London genau richtig.